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Trierischer Volksfreund, 27.12.2011
Wir danken Karl-Heinz Schlifter, dass wir sein Foto für die Presse verwenden durften. Nachstehend das Bild nochmals größer.

20111211 Adventskonzert

Spendenaufruf zum Adventskonzert am 11.12.2011:

Marvin ist nicht alleine

Der neunjährige Marvin Würtz sitzt im Rollstuhl und muss mit vielen  Beeinträchtigungen leben. Ein Aufzug im Haus wäre eine große Hilfe. Da  die Eltern die Finanzierung nicht alleine schaffen, haben nun Vereine,  Gruppen und Privatleute Geld gesammelt.

Meisburg. Marvin ist meistens gut gelaunt und sehr lebhaft. Er blättert mit  Begeisterung in Fotoalben, er liebt die Bücher und Filme von Astrid  Lindgren. Er spielt Keyboard. Allerdings nur mit links. Denn seine  rechte Hand kann er wie die gesamte rechte Körperhälfte kaum bewegen.  Marvin sitzt im Rollstuhl. Laufen hat er nie gelernt.
Der heute neunjährige Marvin und seine Zwillingsschwester Celina sind am 19. April 2002 geboren, in der 25. Schwangerschaftswoche, also viel zu  früh. Celina überstand die Beatmung unversehrt, Marvin erlitt eine  Gehirnblutung und benötigt seither einen "Shunt" - einen Schlauch zur  Gehirnwasserableitung. Er ist schon 23 Mal operiert worden. "Jede OP hat ihn in seiner Entwicklung zurückgeworfen", erzählen Cornelia und  Stephan Würtz.
Er war in der Integrativen Kindertagesstätte Daun und besucht jetzt das  St. Laurentius-Förderzentrum Daun. Alle zwei Wochen kommt eine  Mitarbeiterin der Familienpflege Bitburg für ein paar Stunden zu Marvin. Darüber hinaus leisten die Erzieherin und der Arbeiter die Pflege  alleine.
"Wir sind froh, dass er sich so gut artikulieren kann", sagen seine  Eltern Cornelia und Stephan Würtz dem Trierischen Volksfreund. "Und wir  sind froh, dass wir ihn haben." Auch, wenn die Pflege zunehmend über  ihre Kraft geht. Ein Aufzug würde ihnen Marvins Pflege und Betreuung  leichter machen. Denn sowohl das Kinderzimmer als auch das Bad sind im  ersten Stock des Hauses. Auf der Reha-Messe in Düsseldorf haben Cornelia und Stephan Würtz sich informiert und erfahren, dass der Einbau  mindestens 25 000 Euro kosten wird. "Das schaffen wir alleine nicht",  sagen sie mit Blick darauf, dass von der Krankenkasse nur ein Zuschuss  von 2500 Euro gewährt wird.
Doch es zeichnet sich ab, dass Cornelia und Stephan Würtz mit der  Finanzierung nicht alleine gelassen werden: Die Firmgruppe Nieder- und  Oberstadtfeld, der Theaterverein Daun-Neunkirchen, weitere Gruppen und  Vereine sowie Privatleute haben bereits auf das Spendenkonto (siehe  Extra) eingezahlt.
Vor ein paar Tagen hat der Meisburger Wehrführer Harald Nägel der  Familie Würtz 400 Euro überreicht - "als kleiner Beitrag der  freiwilligen Feuerwehr zum Wohlergehen von Marvin", wie es im  Begleitschreiben des Wehrführers heißt. Nägel schreibt weiter: "Es ist  schon bemerkenswert, mit welcher Lebensfreude und Aufgewecktheit Marvin  doch das Leben so gut meistert, und ihr alle zusammen immer wieder nach  vorne schaut."
Jetzt bringt Alexander Thömmes, Wehrführer aus dem Nachbarort  Weidenbach, gemeinsam mit einer Abordnung von Vereinsvertretern 1500  Euro. "Wir haben uns alle etwas einfallen lassen, um Marvins Familie zu  unterstützen", berichtet Thömmes und nennt als Beteiligte: die  freiwillige Feuerwehr, die Jugendfeuerwehr, den Sportverein, die Möhnen, die Jugend und das Organisations-Team.
Kontakt und Spendenkonto: Wer Marvins Familie bei der Finanzierung des  Aufzugs unterstützen möchte, kann sich an Cornelia und Stephan Würtz, In der Fuchskaul 5, 54570 Meisburg, Telefon 06599/927852, wenden.
Ein Spendenkonto für Marvin Würtz besteht bei der Volksbank RheinAhrEifel, Nr. 730 80 422, BLZ 577 615 91.

Trierischer Volksfreund vom 09. Oktober 2011